Sehr geehrter Herr Bartscht,
ich nehme Bezug auf Ihre Bekanntgabe eines Änderungsantrags von CC zum Pumpversuch für den dritten Brunnen im Umweltausschuss.Liegt Ihnen diese Antragsänderung bereits schriftlich vor? Wenn ja, müsste diese umgehend öffentlich gemacht werden!


Laut Ihren Angaben sollen ungefähr 50000 Kubikmeter Wasser weniger im gleichen Zeitraum mit geringerer Pumpleistung gefördert werden.

Besonders erstaunlich ist, dass diese Antragsänderung  zu einem Zeitpunkt erfolgt ,in der die SPD ein unabhängiges Gutachten gefordert hat! Von den Parteien der Grünen und der Linken sind uns ähnliche Meinungen bekannt.Da der Zugang zu so reinen Grundwasserressourcen wie bei uns deutlich schwieriger wird, nutzt  der Antragsteller offensichtlich jede Möglichkeit, ihn zu bekommen.

Die Beliebigkeit der Antragskonditionen sind völlig unverständlich!! Wenn Sie sagen, das nur der laufende Betrieb die Folgen des Abpumpens wirklich zeigen wird, scheint der ganze Pumpversuch eine Farce zu sein, die  lediglich dazu dient, vordergründig den Vorschriften des NWG zu genügen. Ein Pumpversuch light mit der Möglichkeit 50000 Kubikmeter Wasser mehr in Flaschen zu füllen ist natürlich eine wunderbare Alternative für CC.

Wir waren sehr irritiert, dass Sie im Umweltausschuß dieser Änderung und damit einer Genehmigung light Ihr Wohlwollen ausgesprochen haben.  Sie als Genehemigungsinstanz, sagen selber, dass  Probleme z.b. mit den hydraulischen Fenstern erst im laufenden Betrieb sichtbar werden wird. Eine Genehmigung für 25 Jahre und zu diesem Preis sind daher unseres Erachtens unverantwortlich. 

Hinzu kommt, dass  es nicht im Sinne der Nachhaltigkeit ist, einen Großteil des kostbaren Wassers zu Mischgetränken mit hohem Zuckergehalt zu machen.Wir fordern einen Aufschub der Erlaubniserteilung, damit die von der niedersächsischen Landesregierung geplante Änderung der Verordnungen  an die neuen Gegebenheiten ( Klimaänderung etc) erfolgt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre BI UNSER WASSER Lüneburg
Cornelia Höllger
B. Schröder-Henning
Marianne Temmesfeld

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