Verein BI Unser Wasser in Lüneburg e.V.


aktueller Newsletter

Newsletter Nr. 47 – Februar 2026

Liebe Leser, Wasser-Interessierte und Vereinsmitglieder,

Wir hoffen und wünschen Ihnen, dass Sie gut ins Neue Jahr – das ja nicht mehr ganz frisch ist - hineingekommen sind.

Unsere Mitgliederversammlung am 29. Januar fand bei sehr ungünstigen Wetterverhältnissen statt, und so danken wir allen, die trotzdem daran teilgenommen haben. 

Die turnusmäßige Vorstandswahl nach drei Jahren war ein wichtiger TOP, der mit folgendem Wahlergebnis entschieden wurde:

1.Vors. Marianne Temmesfeld, 2. Vors. Michael Wegstein,

Schatzmeister Rüdiger Schulz, Schriftführerin Barbara Berling, Beisitzer Michael Bergmann, Ute Schulz und Petra Güntner

Als Kassenprüferin wurde wieder Frau Lauterborn-Klatt gewählt und als weiterer Prüfer Norbert Wallbaum.

Die geplante Satzungsänderung – zur optionalen Verstärkung des Vorstandes - wurde einstimmig beschlossen. Nun geht alles zum Notar und Vereinsregister, in der Hoffnung, dass uns keine Formalia hemmen werden. Damit können wir mehr Aktive in die Arbeit des Vorstandes einbeziehen.

Der zweite, inhaltliche Teil wurde durch einen aufschlussreichen Vortrag von Michael Bergmann mit dem Thema „Aktueller Kenntnisstand zur Entwicklung des Grundwasserdargebots im Gebiet LG/UE“ bereichert.

Nach seinen Recherchen kann in der Lüneburger Geest aufgrund der geologischen Bodenschichten die tiefe Grundwasserneubildung nur in den höher gelegenen Randgebieten des Ilmenau-Tals erfolgen. Das Wasser wandert dann sehr langsam teils seitlich, teils in eiszeitlichen Rinnen in die tiefen Grundwasser-Leiter. Messdaten des NLWKN (die allerdings nicht in den tiefen Grundwasser-Leitern erhoben wurden) zeigen zudem, dass die Grundwasserspiegel über die letzten Jahre um 30 – 60 cm gesunken sind.

Was beschäftigt uns gerade?

Wir beobachten und begleiten weiter mit kritischen Fragen denWasserrechtsantrag der Fa. Dr. Paul Lohmann, der am 4. März um 16h im Huldigungssaal des Rathauses noch einmal zur Sprache kommen wird (gerne TO im Sitzungskalender der Stadt Lüneburg beachten)

Am Sonnabend, den 21. März 26, also direkt vor dem Weltwassertag werden wir in der Bäckerstrasse wieder alle Interessierten an unserem Stand begrüßen können, den wir wieder direkt neben dem Bürgerverein aufbauen werden. Das diesjährige Motto hat die Gendergerechtigkeit in Bezug auf Wasser zum Thema, wobei unser Fokus doch mehr auf regionalen Themen liegt.

Der Wasserrechtsantrag des Dachverbandes Feldberegnung Lüneburg ist uns in Kurzform am 5. Febr. im Umweltausschuss des Landkreises vorgestellt worden. Die Empörung darüber, dass statt 18,3 nun 23,5 Mio. m³ für die Feldberegnung und das für 20 Jahre beantragt wurden, war nicht nur bei den Naturschutzverbänden groß. Die Mitglieder des Umweltausschusses schienen sehr an Details interessiert. Keiner lässt dabei außer Acht, dass unsere Region durch die Landwirtschaft geprägt ist, die ein Wirtschaftsfaktor ist und einen wesentlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge leistet. Das Verfahren wird lange dauern. Wenn der Antrag in die Öffentlichkeitsbeteiligung geht, sind wir wieder gefordert, zu prüfen, wie der Bedarf begründet ist, welche Alternativen möglich sind und was der Gesetzgeber dazu vorgibt. Auch werden Monitoring-Maßnahmen durchgeführt werden müssen, damit nicht Landökosysteme austrocknen. Entscheidend ist das Verhältnis von Grundwasser-Neubildung und -Entnahme. Schließlich muss eine flexible und an die jeweilige Wasser-Situation angepasste Zeitschiene gefunden werden. 

Wieder viel Arbeit …………für leider immer noch zu wenige Schultern bei uns.

………..ungewohnt: Niederschlag als Schnee

Der Niederschlag im Januar und Februar d.J., der uns als Schnee erfreute, enthält tatsächlich viel weniger Wasser als es scheint. Im Januar betrug er im Landkreis Lüneburg nur 40,5, im LK Uelzen sogar nur 30,9 mm/m², nur 1/3, bzw. 1/2 so viel wie im letzten Januar. Wenn der Schnee langsam schmilzt und in einen Boden eindringen kann, der von unten und oben ausreichend aufgetaut ist, kann er hoffentlich auch zur Grundwasserneubildung beitragen. Hinweise sind frische Maulwurfshügel im Schnee (beobachtet aber nicht wissenschaftlich belegt).

Das Grundwasser werden wir in den oberen Horizonten auch sehr nötig haben, damit die Bäume und Pflanzen mit ihren Wurzeln an das Grundwasser herankommen und übermäßige Entnahmen in heißen und trockenen Sommern dann nicht dazu führen, dass die Grundwasserspiegel noch weiter absinken.

Zum Abschluss möchten wir noch auf einen Vortrag der Universitätsgesellschaft der Leuphana-Universität am hinweisen:

Am Dienstag, den 24. Februar 2026,19:00 bis 20:00 Uhr, Museum Lüneburg mit Prof. Dr. Ulf Hahnel: Die Wahrnehmung des Klimawandels und nachhaltiges Handeln in Zeiten umfassender Transformation

Das Team von Unser Wasser grüßt Sie bis zum nächsten Newsletter

Für alle Spenden bedanken wir uns an dieser Stelle auch recht herzlich!

(Spendenkonto:IBANDE54 2406 0300 8549 2809 00,Volksbank Lüneburger Heide und über PayPal s. Button auf der Homepage) M.T.

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www.unserwasser-bi-lueneburg.de